Es war eine dunkle Woche, voller Regen, Kälte und verpassten Gelegenheiten. Im Job schlug mir ein eisiger Wind ins Gesicht, und auf einem nicht überdachten Provinzbahnhof im Regen ohne Schirm auf einen sich sehr verspätenden Zug zu warten, verstärkte das Gefühl der Einsamkeit nicht ganz unerheblich. Was als Freundschaft begann, wurde auf beiden Seiten zu einem nicht greifbaren Gefühl, was das Ende der Unschuld und den Beginn einer kleinen Traurigkeit einläutete. Soweit der Grundtenor der Woche. Es gibt solche Wochen, die nichts Schönes in sich zu bergen scheinen. Dennoch, bei aller Dunkelheit, die mich zurzeit umgibt, waren da winzige Momente des Lichts und der Schönheit.
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Eine Wange, an die ich einen Moment geschmiegt war. So warm und vertrauensvoll. Eine Hand, die mir aufhalf, weil mein Rücken gehexenschusst war, und die länger gehalten wurde als nötig. Jane Austen-Momente.
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Das Lachen der Freunde beim Gansessen.
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Die schwarzen Nüsse, die ich eingelegt hatte, sind zwar nicht perfekt geworden – dafür haben sie noch zuviel „Nusskern“ und sind nicht durchgängig weich und schwarz -, aber ich habe es nach drei vergeblichen Versuchen der vergangenen Jahre geschafft, ein Rezept meiner Omama nachzubauen.
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Freundliche Kollegen, die mir Wertschätzung entgegen bringen.
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Ideen für ein Leben allein: eine Konzertkarte gekauft, nur für mich. Überlegt, mir ein Flugticket für einen Kurztrip nach London zu kaufen. Das Pfund steht günstig derzeit.
Machen! (Flugticket)